Ich finde leider richtig schlecht.

Here is Why 🧵:

Der analytische/dokumentarische Teil war gut. Situation der Welt, Kämpfe und Revolten der jüngeren Vergangenheit. Klar hätten noch struggles in Asien oder Afrika präsenter sein können, aber lass "perfekt" nicht den Feind von "gut" werden.

Schlussfolgerung: Der alleinige Fokus auf die politische Sphäre ist für das Scheitern der globalen Klimagerechtigkeitsbewegung verantwortlich. Lösung: alleiniger Fokus auf die Produktion (Arbeiter*innen).

Vision: Es entsteht aus dem Nichts ein revolutionärer Moment in Berlin. In 2 Jahren. Arbeiter*innen reflektieren in Windeseile darüber, was sinnvolle Produktion ist und was nicht. Alle organisieren sich basisdemokratisch. Rätestrukturen werden nicht (explizit) erwähnt. Und es sind (einfach so) Kontakte in essenziellen Branchen vorhanden, Pflege, Logistik, Energie, Landwirtschaft (...) arbeiten weiter. Der Rest streikt und eignet sich die Produktionsmittel an.

In Radio, TV und anderen Medien wird die Revolution verkündet und dazu aufgefordert sich anzuschließen.

Alle sehen ökologische Probleme der alten Ordnung sofort ein und Feminismus stößt auch auf keine Gegenwehr.

Kohlekumpel in Jänschwalde sind auch sofort vom Vorhaben überzeugt.

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Die Leerstellen: Der revolutionäre Moment kommt aus dem nichts.
Alles verläuft angeblich super harmonisch. Alle Arbeiter*innen haben die selben politischen Interessen und Werte.

Die revolutionäre Bewegung wird als super verankert in der Gesellschaft dargestellt. Was sie ja nicht ist.
Ich erinnere mich noch an Heidenau. Da wird mir Angst und Bang wenn ich an revolutionäre Momente denke.

Die politische Sphäre wurde in der Vision auch durch basisdemokratische, lokale Organisierung völlig organisch ersetzt.

Dass sich Leute eine Identität durch ihren Job gebaut haben und "harte Arbeit" für Viele immer noch ein Wert an sich ist, wird ignoriert. Leute überdenken total bereitwillig ihre Bullshitjobs und Kohlekumpels sehen die Notwendigkeit des Endes ihres Jobs ein. Nicht.

Was bei mir hängen bleibt: Bisherige Versuche umfassender Veränderung sind gescheitert und eine für mich ansprechende Theorie of Change lässt auf sich warten.

Schreibt gerne Kommentare.

@tommy auch dass die LEAG in der Lausitz so vieles sponsort um den Diskurs für sich positive zu beeinflussen. Goodiebags für Schulen, Stadtfeste, Firmenfeste...
Von Kindergarten an sind die da präsent.

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